Texte zur DDR


Deutschland muß sterben ...

Friedensstaat...

Ich such die DDR...

Nationalismus in der DDR


Johannes R. Becher

Der Staat

Ein Staat geboren aus des Volkes Not
Und von dem Volk zu seinem Schutz gegründet-
Ein Staat, der mit dem Geiste sich verbündet
Und ist des Volkes bestes Aufgebot-

Ein Staat, gestaltend sich zu einer Macht,
Die Frieden will und Frieden kann erzwingen-
Ein Staat, auf aller Wohlergehn bedacht
Und Raum für jeden, Großes zu vollbringen-

Ein solcher Staat ist höchster Ehre wert,
Und mit dem Herzen stimmt das Volk dafür,
Denn solch ein Staat dient ihm mit Rat und Tat-
Ein Staat, der so geliebt ist und geehrt,
Ist unser Staat, und dieser Staat sind Wir:
Ein Reich des Menschen und ein Menschen-Staat.

(Der Sozialismus- Deine Welt, Verlag Neues Leben Berlin 1978- mein Jugendweihebuch)

Mein Staat DDR

Denk ich an DDR in der Nacht,
bin ich um den Schlaf gebracht.
Kotzen könnt ich noch und nöcher,
im Magen bleiben große Löcher,und mein Geschwür sagt mir:
Laß es sein, sonst bist du bald ein totes armes Schwein.
Die Reste jener Infamie
befinden sich in der Nostalgie-Batterie,
laß sie dort ihrem geistigen Elend erliegen,
dann wird der Sozialismus bald siegen.
(Anfang der 90er Jahre geschrieben)

Unsere Glaubwürdigkeit wächst im gleichen Maße, wie die der Mainstreammedien und Politiker abnimmt.

50 Jahre Mauerbau: "DANKE" JUNGE WELT

Die Linke, der Realsozialismus und die Utopie

Alltag und Repression in der DDR

Die deutsche Vereinigung und die Folgen

Jugendopposition in der DDR

Eine Antwort zum Grusswort Ulla Jelpkes an eine Tagung der DDR-Auslandsaufklärer

Hubertus Knabe schnappt langsam über

Die Partei- Von der SED zur Sozialdemokratisierung

Subkultur in der DDR

Vergleich DDR und Neoliberalismus

Abweichende Jugendliche

Die Ausreisebewegung

Politische Gefangene

Die DDR-Unterschicht

Der ostdeutsche Mitläufer

Der Irrsinn des Diktaturenvergleiches- die Totalitarismustheorie

 

Tag der politischen Gefangenen.

Sie geht auf den Tisch einer linken Zeitung zu. Dahinter sitzt ein Mann mit Militärklamotten und Käpi. Ihr Alter, Mitte 40.

Sie: Ich habe diese Extraausgabe 60 Jahre gelesen. Es ist unglaublich, kein Wort der Selbstkritik zur Zeitung während der DDR-Zeiten, kein kritisches Wort zum FDJ-Organ.

Mann in Militärklamotten: Was war denn so schlimm an der Zeitung, ich bin aus dem Osten

Sie (ist empört): Na wenn du das nicht gemerkt hast. Diese Phraseologie war schrecklich und kein kritisches Wort zur DDR. Zum Beispiel hätte die Zeitung damals auch über die vielen politischen Gefangenen in der DDR berichten können. Aber jetzt hier sitzen. Und wieder kein Wort der Selbstkritik, im Gegenteil. So ist die Zeitung für mich unglaubwürdig.

Mann in Militärklamotten: Vielleicht sahen sie dazu keine Veranlassung.